Naturschutz befasst sich mit dem Erhalt und der Wiederherstellung der Natur in all ihren Variationen und wird in verschiedenen Gesetzen verankert, z.B. dem § 30 über gesetzlich geschützte Biotope (Naturräume) oder dem Bayerischen Naturschutzgesetz. Er befasst sich u.a. mit dem Biotopschutz mit Biotopvielfalt, dem Artenschutz mit Artendiversität (Artenvielfalt) und der genetischen Vielfalt (z.B. bei Kultursorten). Alle sind eng miteinander verknüpft.

Unterschiedliche Naturschutz-Förderprogramme auf Landes-, Bundes- oder auch EU-Ebene wurden hierfür gegründet. Einen Auszug finden Sie hier:

PunktFörderungen für naturschonende Bewirtschaftung ökologisch wertvoller Lebensräume mit Erschwernisausgleich auf Feuchtflächen
PunktAnkauf oder Pacht ökologisch besonders wertvoller Flächen
PunktFörderung von Wanderwegen
PunktArten- und Biotopschutzprogramm Bayern
PunktGrünstreifen zum Gewässer- und Bodenschutz
PunktBundesprogramm Biologische Vielfalt
PunktEU-Förderung des Naturschutzes 2007 bis 2020
PunktEU-Förderprogramm "LIFE +"

Viele der im Naturschutz angestrebten Ziele werden durch die von Bibern ausgeführten Landschaftsumbaumaßnahmen erfüllt. Hierzu gehören unter anderem:

PunktErhalt und Steigerung der Biodiversität (biologische Vielfalt) und der Individuendichte
PunktArten- und Uferschutz
PunktRenaturierung von Bach- und Flussläufen
PunktErhalt und Steigerung der ökologischen Ausgleichsflächen
PunktÖkologische Landschaftsplanung mit der Bildung von geeigneten Rückzugsgebieten für gefährdete Tier- und Pflanzenarten
PunktGewässerschutz
PunktErhalt und Schaffung von Naherholungsgebieten
PunktErhalt und Schaffung von Schlüsselarten (Arten, von denen das Überleben anderer Arten abhängt, z.B. der Biber selbst)
PunktHochwasserschutz
PunktKlimaschutz
PunktErhöhung des natürlichen Fischbestands in Still- und Fließgewässern
PunktHumusbildung, usw.

Natürliche Lebensräume erfüllen wichtige Aufgaben im Naturhaushalt. Sie schützen Gewässer vor Verunreinigung, speichern große Mengen an Wasser und verringern so Überschwemmungsgefahren. Sie sind (Über-) Lebensräume für viele gefährdete Tier- und Pflanzenarten, welche heute oft nur noch in diesen intakten Biotopen zu finden sind. Seit 2003 werden in Bayern verstärkt Biotope geschützt und häufig als Naturschutzgebiete ausgewiesen.

Mineralhaltiges Bodenwasser in Form von Grund-, Quell-, Sicker- oder stehendem Wasser bringt verschiedene Untertypen an Sümpfen oder Mooren mit unterschiedlichem Stoffhaushalt hervor, welcher sich auf die Vegetation unmittelbar auswirkt. Aufgrund der hohen Versorgung mit Nährstoffen sind sie sehr artenreich. Im sauerstoffreichen Sumpfwasser erfolgt eine vollständige Mineralisation der organischen Substanz (z.B. Totholz von Biberverbiss), wodurch sich stark zersetzter Boden mit einer schlammigen Konsistenz bildet, dem Sumpfhumus. Sümpfe gehen häufig in Niedermoore über und sind oft nur anhand der Vegetation zu unterscheiden. Sie entstehen als Randgebiete an Feuchtwiesen, Niedermooren oder Auen und sind an Quell-, Fluss- und Seeufern zu finden.

In intakten Ökosystemen wird mehr organische Masse gebildet als zersetzt. Die hohe Sättigung mit Wasser verhindert den Abbau des organischen Materials, was zu einer positiven Stoffbilanz führt und wesentlich zum Klimaschutz beiträgt.